Institut für Altertumswissenschaften

Lehrstuhl für Altorientalistik

Die Altorientalistik widmet sich der Erforschung der alten Kulturen des Nahen Ostens vom vierten bis ersten vorchristlichen Jahrtausend (v.a. Irak, Syrien, Türkei, Iran und angrenzende Regionen).

Die philologischen Disziplinen der Altorientalistik (v.a. Assyriologie und Hethitologie) beschäftigen sich mit der Entzifferung und Deutung der aus den verschiedenen altorientalischen Kulturen überkommenen Keilschrifttexte und dem Studium der altorientalischen Sprachen, darunter vor allem des Sumerischen, des Akkadischen (Babylonisch und Assyrisch) und des Hethitischen.

Die Vorderasiatische Archäologie beschäftigt sich mit der materiellen Kultur, Siedlungs- und Kunstgeschichte des Alten Orients. Vorderasiatische Archäologen führen auch Ausgrabungen und Geländebegehungen im Nahen Osten durch.

Gemeinsam bemühen sich altorientalistische Philologie und Archäologie um die Rekonstruktion der Kultur und Geschichte der Hochkulturen des Alten Orients, die nicht zuletzt unsere eigene Kultur zutiefst geprägt haben.

Für Studierende, die moderne Fremdsprachen des Nahen Ostens lernen möchten, bietet der Lehrstuhl für Altorientalistik einen zweisemestrigen Türkisch-Kurs an (Türkisch 1; Türkisch 2); Arabisch-Kurse werden am Zentrum für Sprachen (Opens external link in new windowZFS) angeboten.

Aktuelles und Termine

Die Röntgenmedaille ist der Wissenschaftspreis der Universität Würzburg. In diesem Jahr hat Professor Gernot Wilhelm die Auszeichnung erhalten. Der Altorientalist lehrt und forscht seit 1988 an der Alma Julia.

Prof. Dr. Walther Sallaberger (LMU München) hält im Rahmen der WAZ-Ringvorlesung "Flusslandschaften" einen Vortrag zur Kultur des südlichen Irak im 3. Jahrtausend v. Chr.

Gernot Wilhelm legt mit seiner Edition der Landschenkungsurkunden früher hethitischer Könige neue Forschungen zur hethitischen Sozialgeschichte und zur Entwicklung der hethitischen Keilschrift vor.

Mikko Luukko gibt Brief-Korrespondenz assyrischer Könige heraus